BICC-Jahresbericht 2018 \ Friedens- und Konfliktforschung für Nachhaltigkeit

Ausschnitt Titelbild BICC-Jahresbericht 2018

Wie Frieden und Nachhaltigkeit miteinander verknüpft werden können und welche Herausforderungen sich dabei stellen, thematisiert das internationale Friedens- und Konfliktforschungsinstitut BICC (Bonn International Center for Conversion) in seinem Jahresbericht 2018. Dieser stellt nicht nur Forschungsvorhaben zu gewaltsamer Vertreibung und Flucht in diesen Zusammenhang.

Auch die Beispiele aus Forschung und Beratung in Konfliktgebieten wie dem Nordirak, Afghanistan, der Sahelregion, Westafrika und dem Horn von Afrika veranschaulichen, dass Abrüstung sowie Demobilisierung und Reintegration von Gewaltakteuren in die Nachhaltigkeitsdebatte gehören.

„Friedens- und Konfliktforschung ist Nachhaltigkeitsforschung“, betont Conrad Schetter, Wissenschaftlicher Direktor des BICC, in seinem Essay „17 Ziele für eine nachhaltige Zukunft“. So beschreibt der Jahresbericht im Kapitel „Ordnung und Wandel“ Projekte, wie eine gesellschaftliche Integration von Flüchtlingen in unterschiedlichen Kontexten nachhaltig gelingen kann. Auch dem neu eingerichteten Sonderforschungsbereich „Future Rural Africa“ der Universitäten Bonn und Köln, an dem sich auch das BICC mit einem Teilprojekt beteiligt, ist ein Artikel gewidmet.

Der Jahresbericht 2018 gibt zudem Einblicke in die weiteren Forschungscluster des BICC. Das Kapitel „Dynamiken gewaltsamer Konflikte“ enthält u. a. Artikel zur Rolle von salafistischen Religionsseminaren (medrasas) im afghanischen Konfliktkontext sowie über die Netzwerke kurdischer Gewaltakteure im Mittleren Osten. Die dargestellten Erkenntnisse basieren auf intensiver Feldforschung in Afghanistan und im Irak. Im Kapitel „Rüstung und Rüstungskontrolle“ stellt der Jahresbericht den regionalen Ansatz dar, mit dem das BICCeine Verbesserung der Kontrolle von Kleinwaffen in Westafrika, im Sahel und am Horn von Afrika anstrebt.

Das BICC beschäftigte sich intensiv mit der Frage, wie sich die globalen Veränderungen auf Gesellschaften auswirken – etwa in welchem Maße sie Konflikte verschärfen, aber auch ein friedlicheres Zusammenleben ermöglichen. „Beispielhaft für die wissenschaftliche Untersuchung dieser globalen Zusammenhänge steht die Forschung und Beratung, die das BICC auf der Basis seiner internationalen Erfahrungen leistet – auch für das Land Nordrhein-Westfalen“, würdigt Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, die Arbeit des BICC in ihrem Vorwort zum Jahresbericht 2018.

Weitere Informationen

www.bicc.de/publications/publicationpage/publication/annual-report-2018-830/