Benedikt Göcke aus Bochum erhält wichtigsten deutschen Nachwuchspreis

Porträtfoto von Benedikt Göcke

Fünf Wissenschaftlerinnen und fünf Wissenschaftler erhalten dieses Jahr den Heinz Maier-Leibnitz-Preis und damit die wichtigste Auszeichnung für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland. Das hat ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eingesetzter Auswahlausschuss in Bonn beschlossen. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten die mit je 20 000 Euro dotierte Auszeichnung Ende Mai in Berlin. Foto: Roberto Schirdewahn

Die Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2018 gehen an:

  • Jennifer Nina Andexer, Chemische Biologie, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
  • Alexey Chernikov, Physik der kondensierten Materie, Universität Regensburg
  • Sascha Fahl, Informatik, Leibniz Universität Hannover
  • Benedikt Göcke, Katholische Theologie, Ruhr-Universität Bochum
  • Valeska Huber, Neuere Geschichte, Freie Universität Berlin
  • Lucas Jae, Funktionale Genomik, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Benjamin Kohlmann, Anglistische Literaturwissenschaft, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
  • Eva C. M. Nowack, Evolutionsbiologie, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
  • Antonia Wachter-Zeh, Nachrichtentechnik, Technische Universität München
  • Xiaoying Zhuang, Numerische Mechanik, Leibniz Universität Hannover

Seit 1977 wird der Heinz Maier-Leibnitz-Preis jährlich an hervorragende junge Forscherinnen und Forscher verliehen: als Anerkennung und zugleich als Ansporn, ihre wissenschaftliche Laufbahn geradlinig fortzusetzen. Benannt ist er seit 1980 nach dem Atomphysiker und früheren DFG-Präsidenten Heinz Maier-Leibnitz, in dessen Amtszeit (1973–1979) er erstmals vergeben wurde. Der Heinz Maier-Leibnitz-Preis gilt als der wichtigste Preis für den Forschernachwuchs in Deutschland. Für die diesjährige Preisrunde waren insgesamt 140 Forscherinnen und Forscher aus allen Fachgebieten vorgeschlagen worden.

Benedikt Göcke (36), Katholische Theologie, Ruhr-Universität Bochum

Benedikt Göcke hat sich innerhalb weniger Jahre nach seinen Promotionen in Katholischer Theologie und Philosophie als ein herausragender Wissenschaftler an den Schnittstellen von Analytischer Philosophie, Religionsphilosophie und Wissenschaftstheorie erwiesen. Die Berufung auf die eigens für ihn eingerichtete Juniorprofessur für Religionsphilosophie und Wissenschaftstheorie an der Universität Bochum unterstreicht die Wertschätzung seiner Kreativität und neuartigen Impulse für den interdisziplinären Diskurs der Theologie. Göcke zählt zu den wenigen Philosophen und Theologen, die sich intensiv für einen Austausch zwischen „analytischen“ oder auch angelsächsisch geprägten und „hermeneutischen“ beziehungsweise kontintentaleuropäisch orientierten Diskursen einsetzen. Ein eigenständiges wissenschaftliches Profil zeigt Göckes Forschung auch bezüglich neuer Sichtweisen auf „klassische“ Topoi der Religionsphilosophie, Metaphysik und Anthropologie.

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