Drei Millionen Euro Forschungsmittel für die Ruhrgebietsuniversitäten

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In seiner aktuellen Ausschreibungsrunde hat das Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) sieben kooperative Forschungsprojekte der TU Dortmund, der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Duisburg-Essen mit insgesamt über drei Millionen Euro bewilligt. Darunter auch der Aufbau einer Graduate School, wo Promovierende Formen des politischen Zusammenhalts als Voraussetzung internationaler Kooperationen erforschen.

„Mit den zusätzlichen Mitteln wollen wir das Zusammenwirken komplementärer Expertisen fördern und einen Ansporn zur weiteren Vernetzung unserer drei Ruhrgebietsuniversitäten geben, die in den letzten Jahren zum Impulsgeber des neuen Ruhrgebiets geworden sind“, so Prof. Dr. Winfried Schulze, Direktor von MERCUR.

Mit rund einer Million fördert MERCUR zum fünften Mal eine UA Ruhr Professur, die dazu dienen soll, hochschulübergreifende Expertisen der UA Ruhr zu bündeln. Unter der Leitung von Prof. Dr. Manfred Bayer von der TU Dortmund werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller drei Ruhrgebietsuniversitäten zweidimensionale Materialien mit fortgeschrittenen spektroskopischen Verfahren untersuchen und miteinander kombinieren.

Ein weiteres Projekt widmet sich der strukturierten Ausbildung von Promovierenden auf dem Gebiet der Protonentherapie, die als eine der schonendsten und wirksamsten Methoden der Strahlentherapie eine sehr präzise Behandlung von Tumoren ermöglichen soll.

Bewilligt wurde ebenso ein Vorhaben zur Terahertz-Technologie, die hohes Anwendungspotenzial z. B. bei der Übermittlung großer Datenmengen in der Kommunikationstechnologie oder bei der Detektion von Drogen oder Sprengstoffen durch Resonanzen birgt.

Rund eine halbe Million Euro erhalten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum und der TU Dortmund zum Aufbau einer Graduate School on Political Cohesion. Anhand der Dimensionen Gerechtigkeit, Identität, Partizipation und Sicherheit soll danach gefragt werden, welche Voraussetzungen für stabilere Formen des politischen Zusammenhalts in internationalen Konstellationen erforderlich sind.

„Mit den von MERCUR geförderten Projekten werden auch Strukturen geschaffen, die Kristallisationspunkte für Sonderforschungsbereiche oder andere Forschungskooperationen mit großer wissenschaftlicher Strahlkraft bilden und damit die nationale und internationale Sichtbarkeit der UA Ruhr stärken“, erklärt Dr. Gunter Friedrich, Geschäftsführer von MERCUR.

Über das Mercator Research Center Ruhr

Das 2010 gegründete Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) fördert die Kooperation zwischen der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen Universität Dortmund und der Universität Duisburg-Essen, die seit 2007 in der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) verbunden sind. Mit seinen Programmlinien unterstützt MERCUR Wissenschaftler/innen, Institute, Fakultäten und die Verwaltungen der drei Hochschulen dabei, sich universitätsübergreifend insbesondere in der Forschung, aber auch in der Lehre und im Hochschulmanagement zu vernetzen. Darüber hinaus initiiert MERCUR in der Region Projekte, mit denen es die Rahmenbedingungen für die Wissenschaft im Ruhrgebiet verbessern und deren Austausch mit Wirtschaft und Politik vorantreiben will.

Weitere Informationen

www.mercur-research.de

Quelle: IDW