Erzählende Bildersprache: Tobias Kurwinkel neuer Professor an der UDE

Prof. Dr. Tobias Kurwinkel

Wie die Raupe Nimmersatt, die Tigerente oder der Grüffelo aussehen, weiß fast jedes Kind – und so gut wie jeder Erwachsene. Illustrationen bleiben im Kopf. Der neue Professor für Literaturwissenschaft und -didaktik Tobias Kurwinkel untersucht an der Universität Duisburg-Essen (UDE), wie Illustratoren ihre Bilderbücher gestalten und wie Motive von Erzählungen in unterschiedlichen Medien dargestellt werden. (Foto: UDE/Frank Preuß)

„Meine Forschungsschwerpunkte gewannen 2008 Gestalt, nach einem Vortrag zu Ronja Räubertochter auf einer Astrid-Lindgren-Tagung in Schweden. Dann ließen mich diese Themen nicht mehr los“, so Kurwinkel. Danach erforschte der studierte Germanist, Anglist und Philosoph Kinder- und Jugendliteratur an der Universität Düsseldorf (2009-2012). Bevor er an die UDE berufen wurde, war er von 2011 bis 2019 Leiter des Arbeitsbereichs Kinder- und Jugendliteratur an der Universität Bremen, seit 2014 Lehrbeauftragter an der Universität Köln und vertrat 2018/19 die Professur für Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik an der UDE-Fakultät für Geisteswissenschaften. Zudem leitet er seit 2012 das Internetportal KinderundJugendmedien.de, das sich mit Texten und Medien für unter 18-Jährige beschäftigt.

Neben Bilderbüchern untersucht der 41-Jährige, wie Geschichten im Film dargestellt werden. Im Dezember veranstaltet Kurwinkel u.a. eine Tagung über Motive in Kinder und Jugendmedien, zu denen etwa Fremdheit, Schuld und unterschiedliche (Phantasie-)Welten gehören. Außerdem plant er für 2020 eine Vortragsreihe mit Bilderbuch-Künstlern, bei der sie in Werkstattgesprächen über ihre Arbeit berichten. Des Weiteren möchte er untersuchen, wie in Grundschulen literarisch und medial gelernt wird. „Mich interessiert besonders, wie die verschiedenen Medien dazu in den Unterricht integriert werden können“, sagt er. Das müsste bereits in der Primarstufe geschehen.

Weitere Informationen

http://motivik.kurwinkel.de/