Forschungsprojekt zur gesellschaftlichen Wahrnehmung von religiösen Minder-/Mehrheiten gestartet

(von l.o.n.r.): Dr. Stefan Schröder (Uni Bayreuth), Dr. Frederik Elwert, Dr. Anna Neumaier (beide Ruhruni Bochum),Dr. Sarah Jadwiga Jahn (FHöV NRW), Dr. Sabrina Weiß (Uni Leipzig)

Im Rahmen des Forschungsprojekts "Konstellationen des Verhältnisses von religiösen Minderheiten- und Mehrheiten in pluralen Gesellschaften (MMK)" haben die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW (FHöV NRW) und die Universität Leipzig eine Kooperation geschlossen. Von Seiten der Fachhochschule ist die Forscherin und stellvertretende Projektleiterin Dr. Sarah Jadwiga Jahn an der Einwerbung des wissenschaftlichen Netzwerks bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) beteiligt.

Das Forschungsprojekt ist offiziell am 1. Oktober 2019 gestartet. Folgende Forschungsfrage steht im Mittelpunkt: Wie verstehen sich religiöse Minderheiten und Mehrheiten selbst beziehungsweise wie werden sie von anderen Teilen der Gesellschaft wahrgenommen und adressiert? Das Forschungsteam beschäftigt sich daran anknüpfend mit den religiösen, gesellschaftlichen und politischen Konsequenzen, die sich aus diesen Zuschreibungen ergeben.

Der Bearbeitung der Forschungsfrage liegt die Arbeitshypothese zugrunde, dass Minder- und Mehrheiten am ehesten dann das Attribut religiös erhalten, wenn andere Attributionen (wie ethnisch, politisch oder sozioökonomisch) vermieden und bestimmte Interessenlagen kaschiert werden sollen.

Um die Arbeit des Netzwerks sichtbar zu machen, sind wissenschaftliche Publikationen und eine Website geplant (https://relmmk.home.blog/). Die Gesamtdauer ist auf eine Laufzeit von drei Jahren angelegt (Oktober 2019 bis September 2022).

Foto: Julia Reiker, RUB