Im Fokus: Medien weltweit erforschen

Foto Preisverleihung

Hohe Auszeichnung für die Nachwuchsförderung: Den mit 20.000 dotierten MERCUR-Förderpreis erhält in diesem Jahr die Graduiertenschule School of International and Intercultural Communication (SIIC) der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr). Stifter des Preises sind die FUNKE-Mediengruppe und die RAG-Stiftung. (Foto: v.l. Prof. Jens Loenhoff, Prof. Barbara Thomaß und Prof. Susanne Fengler, © MERCUR)

MERCUR-Direktor Prof. Winfried Schulze betonte bei der Preisverleihung in Essen: „Der MERCUR-Forschungspreis wurde zum zehnjährigen Bestehen der Universitätsallianz Ruhr erstmalig verliehen und soll innovative, wissenschaftlich hochqualifizierte und erfolgreiche Projekte noch einmal besonders würdigen. Damit wollen wir Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der drei Universitäten zusätzlich ermutigen, kooperative Forschungsanträge bei MERCUR einzureichen.“

„Das ist eine ganz wunderbare Nachricht zu Beginn des neuen Jahres“, so SIIC-sprecherin Prof. Susanne Fengler von der TU Dortmund, die das Kolleg gemeinsam mit Prof. Barbara Thomaß (Ruhr-Universität Bochum) und Prof. Jens Loenhoff (Universität Duisburg-Essen) leitet. Das Besondere an der SIIC ist, dass mit ihr die Promotionsbegleitung im Feld der internationalen und interkulturellen Kommunikations- und Medienwissenschaft neu und universitätsübergreifend gestaltet werden konnte.

Forschung und Lehre an allen drei Uni-Standorten profitieren enorm von der Kooperation, denn die Forschungsschwerpunkte ergänzen sich hervorragend. „Die zusätzlichen Mittel aus dem MERCUR-Förderpreis sind das i-Tüpfelchen für das Projekt und erlauben uns, bis Mitte 2019 noch einige weitere Ideen zu verfolgen und die Nachwuchsförderung noch nachhaltiger zu stärken“, freut sich Prof. Fengler.

Im räumlich am Erich-Brost-Institut für internationalen Journalismus der TU Dortmund angesiedelten SIIC promovierten von 2014 bis 2017 zehn internationale Nachwuchsforschende u.a. über die Beziehungen zwischen dem „Islamischen Staat“ und arabischen Journalisten, über die japanische Berichterstattung über die Atom-Katastrophe Fukushima im Vergleich mit Deutschland oder über den Einfluss europäischer, amerikanischer und neuerdings chinesischer Nachrichtenagenturen auf afrikanische Medien.

Folgeprojekt: MEDAS 21

2018 konnte die UA Ruhr-Forschungsgruppe ein mit 1,7 Mio. Euro dotiertes Folgeprojekt einwerben: Die Research School „MEDAS 21 – Global Media Assistance: Applied Research, Improved Practice in the 21 Century“ ist eines von deutschlandweit acht Kollegs der VolkswagenStiftung, die sich insbesondere auf die Verzahnung von Wissenschaft und beruflicher Praxis konzentrieren. Thematisiert werden u.a. Digitalisierungstrends, Fragen zu Tendenzen der Securitization sowie zur Arbeit von Medienentwicklungsakteuren in fragilen Staaten.

Über das Mercator Research Center Ruhr

Das 2010 gegründete Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) fördert die Kooperation zwischen der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen Universität Dortmund und der Universität Duisburg-Essen, die seit 2007 in der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) verbunden sind. Mit seinen Programmlinien unterstützt MERCUR Wissenschaftler/innen, Institute, Fakultäten und die Verwaltungen der drei Hochschulen dabei, sich universitätsübergreifend insbesondere in der Forschung, aber auch in der Lehre und im Hochschulmanagement zu vernetzen. Darüber hinaus initiiert MERCUR in der Region Projekte, mit denen es die Rahmenbedingungen für die Wissenschaft im Ruhrgebiet verbessern und deren Austausch mit Wirtschaft und Politik vorantreiben will.

Über die Universitätsallianz Ruhr

Seit 2007 arbeiten die drei Ruhrgebietsuniversitäten unter dem Dach der UA Ruhr strategisch eng zusammen. Durch Bündelung der Kräfte werden die Leistungen der Partneruniversitäten systematisch ausgebaut. Unter dem Motto „gemeinsam besser“ gibt es inzwischen über 100 Kooperationen in Forschung, Lehre und Verwaltung. Mit mehr als 120.000 Studierenden und nahezu 1.300 Professor/innen gehört die UA Ruhr zu den größten und leistungsstärksten Wissenschaftsstandorten Deutschlands.