Individuelle Gestaltung der Arbeitsintegration von Flüchtlingen: 2. Round Table des Projektes SELMA

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Für eine erfolgreiche Integration ist die lokale Arbeitsmarktintegration ein zentraler Faktor. Branchenspezifische Arbeitswelten sind jedoch derzeit nur bedingt in der Lage, einen ressourcen- und potenzialorientierten Integrationsprozess zu unterstützen. Auch werden komplexe Erwerbs- und Entwicklungsbiographien, aber auch Interessen und Erwartungen der Individuen kaum berücksichtigt. Das von NRW geförderte Projekt SELMA befasst sich mit genau dieser Thematik.

SELMA steht dabei für „Selektivität und Mehrdeutigkeit in Arbeitskulturen“. Das Projekt befasst sich mit der ressourcen- und potenzialorientierten Gestaltung der Arbeitswelt für Flüchtlinge in den Branchen Altenpflege, IT-Wirtschaft und Bauhandwerk. Beteiligt sind an dem Projekt das Institut für Arbeit und Technik (IAT) der Westfälischen Hochschule, das Forschungsinstitut für innovative Arbeitsgestaltung und Prävention e.V. (fiap) sowie das Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen (ISG). SELMA wird seit Beginn 2017 vom NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft gefördert.

Am 05. Juni trafen sich im Wissenschaftspark Gelsenkirchen Projektbeteiligte und Expertinnen und Experten zum zweiten Round Table. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse aus den Unternehmensgesprächen zur Arbeitsplatzintegration. Christopher Schmidt (IAT) und Silke Steinberg (fiap) stellten das bisherige Vorgehen auf Basis von erwerbsbiografischen Interviews, Experten-Interviews, Analysen und Fallstudien vor. Nach der Präsentation der bisherigen Ergebnisse diskutierten die Teilnehmenden darüber, ob die individuelle Gestaltung der Arbeitsintegration von Flüchtlingen als pro-aktiver und co-kreativer Prozess angesehen werden kann. Dabei wurden Barrieren auf dem Arbeitsmarkt genau thematisiert wie förderliche Bedingungen.

Überblick über aktuelle Entwicklungen in dem Projekt gibt die Ausgabe "Transition": https://project-selma.org/wp-content/uploads/2018/06/TRANSITION-1-18.pdf

Weitere Informationen

Unterlagen zu dem Projekt SELMA unter www.connectnrw.de/de/Forderlinie-des-MKW-zum-Thema-Flucht-und-Integration.php