Innovations-Campus Bonn: 1,35 Millionen Euro vom Land für Aufbau von Wissenschaftszentrum

Stadt Bonn in der Vogelperspektive

NRW will die Bundesstadt und Sitz von Organisationen der Vereinten Nationen Bonn als bundespolitischen Standort für internationale Politik und globale Nachhaltigkeitsstrategien weiter ausbauen. Daher stellt die Landesregierung eine Anschubfinanzierung von 1,35 Millionen Euro für den Innovations-Campus Bonn (ICB) bereit. Entstehen soll eine neue Forschungsinfrastruktur, die auf den Potenzialen der Region aufsetzt sowie die universitären und außeruniversitären Einrichtungen noch enger vernetzt.

„Mit diesem Engagement leistet Nordrhein-Westfalen einen wichtigen Baustein für die Belebung des Berlin-Bonn-Ausgleichs. Gerade mit Blick auf die internationale Politik im Bereich von Kultur und Wissenschaft bekommt der weitere Ausbau der Wissenschaftsstadt Bonn als UN-Standort und Ort internationaler Nachhaltigkeitsforschung besonderes Gewicht“, sagte Annette Storsberg, Staatssekretärin im Kultur- und Wissenschaftsministerium.

Das Konzept für den ICB "Nachhaltigkeit und Globaler Wandel" zielt darauf, die in Bonn vorhandenen wissenschaftlichen Spitzenkompetenzen in der Nachhaltigkeitsforschung zu bündeln und mit neuen Komponenten zu einem einzigartigen globalen Wissenschaftszentrum auszubauen. Forschungsschwerpunkte werden Digitalisierung und künstliche Intelligenz, Mobilität und Migration sowie Bioökonomie sein.

Träger des Innovations-Campus sind die Universität Bonn, insbesondere die Landwirtschaftliche Fakultät und das Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) sowie das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE), die Universität der Vereinten Nationen mit ihrem Institut für Umwelt- und Risikoforschung (UNU-EHS), das Bonn International Center for Conversion (BICC) und die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

Zur Implementierung des Innovations-Campus Bonn wird bereits ab dem Wintersemester 2018/19 eine W3-Professur eingerichtet. Die Aufgabe übernimmt Prof. Dr. Jakob Rhyner, derzeit noch Vize-Rektor für Europa der Universität der Vereinten Nationen (UNU), als designierter wissenschaftlicher Direktor der Allianz. Eine Geschäftsstelle wird ebenfalls eingerichtet, die gemeinsame Projekte der beteiligten Partner organisatorisch umsetzt und die Gesamtkooperation vorantreibt.

Das Ziel des Innovations-Campus ist es, eine strategische Schnittstelle für einen direkten Austausch zwischen Wissenschaft, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft zu schaffen. Forschung soll sich hier immer auch mit der konkreten Umsetzung von Innovationen in Kooperation mit Wirtschaft und zivilgesellschaftlichen Organisationen befassen.