Institut für Glücksspiel und Gesellschaft an der Ruhr-Universität eröffnet

Prof. Dr. Julian Krüper

Die Ruhr-Universität Bochum hat an der Juristischen Fakultät ein neues Institut für Glücksspiel und Gesellschaft (GLÜG) eingerichtet. Es erforscht die gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Bedeutung von unterschiedlichen Formen des Glücksspiels und deren rechtliche Regulierung. Die Bochumer Juristen gründeten das Institut mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sowie der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Bergischen Universität Wuppertal.

Geschäftsführer ist Prof. Dr. Julian Krüper vom Bochumer Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Verfassungstheorie und Interdisziplinäre Rechtsforschung. Die Einrichtung ist am 21. März 2019 eröffnet worden.

„Mit unserer Forschung wollen wir den öffentlichen und politischen Diskurs über Glücksspielfragen wissenschaftlich begleiten sowie Optionen für die Regulierung bewerten und auch neu entwickeln“, erklärt Julian Krüper. Die Juristen, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler wollen das interdisziplinär arbeitende Institut zu einem zentralen Ort des Austauschs von Glücksspielpraxis, Politik, Verwaltung, Rechtsprechung und Wissenschaft in Deutschland machen.

Forschungsfragen aus drei Fachbereichen

Aus juristischer Perspektive befassen sich die Forscher mit Fragen des Verfassungs- und Verwaltungs- sowie des Steuer- und Unionsrechts, auch in rechtsvergleichender Perspektive, etwa mit der Regulierung des boomenden Online-Glücksspiels oder auch der Steuerung des Glücksspielangebots in Spielhallen. Wie sich Glücksspielmärkte entwickeln und wie sie reguliert werden, steht im Fokus der wirtschaftswissenschaftlichen Betrachtung. Aus sozialwissenschaftlicher Perspektive sollen die Funktionen und gesellschaftlichen Auswirkungen des Glücksspiels und dessen staatlicher Regulierung erforscht werden.

Die Forschungsträger des GLÜG sind

  • Prof. Dr. Julian Krüper, Verfassungs- und Verwaltungsrecht, Ruhr-Universität Bochum,
  • Prof. Dr. Sebastian Unger, Europa- und Steuerrecht, Ruhr-Universität Bochum,
  • Prof. Dr. Justus Haucap, Volkwirtschaft, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und
  • Prof. Dr. Mark Lutter, Soziologie, Bergische Universität Wuppertal.

Förderung

Das neue Institut wird finanziell unterstützt vom Verband der deutschen Automatenindustrie und der Firma Westlotto. Es ist eine unabhängige wissenschaftliche Einrichtung, die über Gegenstand und Methoden ihrer Forschung sowie die Publikation der Forschungsergebnisse autonom bestimmt.