Klein, spannend, wichtig: Kleine Fächer-Wochen an deutschen Hochschulen

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Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) haben heute die „Kleine Fächer-Wochen“ offiziell gestartet. 17 Hochschulen erhalten eine Förderung für Präsentation und Vernetzung ihrer Kleinen Fächer im kommenden Wintersemester. Die Hochschulen konnten in ihren Konzepten für Kleine Fächer-Wochen jeweils eigene Akzente setzen.

„Die gemeinsame Initiative soll diese Fächer stärken, die in der deutschen Hochschullandschaft eine wichtige, aber selten wahrgenommene Rolle spielen. Sie will die wissenschaftlichen Leistungen der Kleinen Fächer sichtbarer machen, über Studienmöglichkeiten und Berufsperspektiven informieren und die Alltagsrelevanz der Kleinen Fächer erlebbar machen“, so HRK-Präsident Peter-André Alt. HRK und BMBF wollen gemeinsamen Studierende und den wissenschaftlichen Nachwuchs für die Kleinen Fächer begeistern: „Der Stellenwert der Kleinen Fächer in Deutschland muss sichtbarer werden, um die gesamte kulturelle Breite der Wissenschaft zu zeigen“, so die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek.

Die Hochschulen konnten in ihren Konzepten für Kleine Fächer-Wochen jeweils eigene Akzente setzen. Die von einem unabhängigem Gutachtergremium ausgewählten Projekte zeigen ein breites Fächerspektrum sowohl aus den Technik- und den Naturwissenschaften als auch den Geistes- und Sozialwissenschaften. Die Bandbreite der Projekt- und Veranstaltungsformate ist so groß wie die der Fächer. Die reicht von der Musiktherapie bis zur Bioinformatik, von der Mathematik bis zu Osteuropa-Studien. Geplant sind Ausstellungen, Veranstaltungen mit Schulklassen, Vorträge, Diskussionen und Begegnungen – über den Tellerrand der jeweiligen Universitäten hinaus und im Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern.

Die Kleinen Fächer gehören zu den spezifischen Stärken der deutschen Hochschullandschaft, die sich durch ihre Vielfalt im internationalen Vergleich besonders auszeichnet. Sie sind traditionsreiche Hüter kulturellen Erbes, wissenschaftlich sehr angesehen und in den interdisziplinären Netzen unverzichtbar.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Kleinen Fächer seit vielen Jahren. Mit der 2016 veröffentlichten Förderrichtlinie „Kleine Fächer – Große Potenziale“ ermöglicht das BMBF bis 2021, über 40 exzellenten Nachwuchswissenschaftler/innen aus den Kleinen Fächern an innovativen Projekten zu forschen. Um die Kleinen Fächer in ihrer interdisziplinären und internationalen Zusammenarbeit weiter zu stärken, wird das BMBF im Herbst diesen Jahres eine neue Förderrichtlinie veröffentlichen. Die Hochschulrektorenkonferenz setzt sich seit vielen Jahren für den Erhalt und die Stärkung der Kleinen Fächer ein. So hat sie deren systematische Kartierung angestoßen als wichtige Grundlage für Situationsanalyse und systematische Förderung.

Der DLR Projektträger betreut im Auftrag des BMBF im Rahmen der Förderinitiative „Kleine Fächer - Große Potenziale“ auch die Fördermaßnahme „Kleine Fächer - Hochschulwochen“. Der DLR Projektträger hat sich auf Dienstleistungen zur Förderung von Forschung, Innovation und Bildung spezialisiert und unterstützt Bundesministerien bei der Umsetzung von Forschungsförderprogrammen. Das Spektrum seiner Themen reicht von Umwelt, Kultur, Nachhaltigkeit über Gesundheit, Bildung, Schlüsseltechnologien bis hin zu Innovation und Forschungstransfer.

Weitere Informationen

www.bmbf.de/de/kleine-faecher-grosse-potentiale-3261.html