Landeslehrpreis: Wie zivilgesellschaftliches Engagement in die Hochschullehre passt

Katrin Bente Karl

Dr. Katrin Bente Karl vom Seminar für Slavistik der RUB leitet seit 2016 das Projekt Unvergessen, in dem Studierende demenzkranke russisch- und polnischsprachige Pflegeheimbewohner besuchen. Sie erhielt dafür am 19. November 2019 den Landeslehrpreis NRW in der Kategorie zivilgesellschaftliches Engagement. Der Landeslehrpreis wurde 2019 erstmals vom NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft vergeben; der Stifterverband organisierte die Verleihung und führte sie durch. (Foto: © RUB, Marquard)

Mit dem Lehrprojekt Unvergessen vermittelt Katrin Bente Karl nicht nur Wissen an ihre Studierenden, sondern bringt sie auch mit Menschen zusammen, zu denen sie sonst keinen Kontakt hätten. Die Studierenden versuchen in dem Projekt zu verstehen, wie Demenz und Muttersprache zusammenhängen. Gleichzeitig engagieren sie sich sozial, indem sie Zeit mit den Menschen in den kooperierenden Pflegeheimen verbringen. So verknüpft Karl Hochschullehre mit zivilgesellschaftlichem Engagement.

„Das Projekt ist ein Mehrwert für die Studierenden, die Pflegeheimbewohner und auch für mich. Ich hoffe sehr, dass mit dem Preis auch andere eine Idee für eigene Projekte bekommen,“ sagt Katrin Bente Karl. Darüber hinaus ist sie interessiert daran, ihre Forschungsarbeit im Bereich Demenz und Mehrsprachigkeit zu vertiefen.

Katrin Bente Karl studierte in Hamburg Ostslavistik, Westslavistik und Germanistik. Ihre Promotion schloss sie dort im Themenbereich Mehrsprachigkeit ab. Sie wechselte 2011 an die RUB. Seit 2012 ist sie am Seminar für Slavistik Studienrätin und seit Anfang 2019 Oberstudienrätin im Hochschuldienst.

Weitere Informationen