"Lebensphasenorientierte Personalpolitik": Projekt präsentiert positives Resümee

Gruppenbesprechung

Nach drei Jahren intensiver Forschungsarbeit präsentierte das Projekt "Lebensphasenorientierte Personalpolitik – Unternehmenslernen bei komplexen sozialen Innovationen" ein positives Resümee. Zum Projekt-Abschluss gab Prof. Dr. Irene Gerlach von der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe (EvH RWL) in Bochum gemeinsam mit dem Forschungsteam die Ergebnisse zum bundesweit einzigartigen Ansatz im personalpolitischen Bereich bekannt.

Zentrale Erkenntnis: Das Unternehmenslernen im Tandem ist ausgesprochen effektiv. Unternehmen können sich damit für Herausforderungen wie den Fachkräftemangel wappnen.

Mit großem Aufgebot an überzeugten Fürsprecherinnen und Fürsprechern am innovativen Lernansatz fand das Projekt am Donnerstag, 31. Januar 2019, seinen Abschluss. Der Einladung der ERGO GROUP AG und des Forschungszentrums Familienbewusste Personalpolitik (FFP) waren hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus der Bundes- und Landespolitik sowie aus Wirtschaft und Wissenschaft nach Düsseldorf gefolgt. Die Gäste zeigten großes Interesse an beiden „Polen“, an denen sich das Projekt ausgerichtet hatte: dem Unternehmenslernen im Tandem und einer Personalpolitik, die sich an den Lebensphasen ihrer Beschäftigten orientiert.

Die beiden Großkonzerne ERGO GROUP AG und thyssenkrupp Steel Europe AG hatten sich jeweils mit einem Mittelständler zusammengeschlossen und als Zweier-Gespann Lösungsansätze zu wichtigen personalpolitischen Themen erarbeitet.

Die wissenschaftliche Leiterin des Projektes, Prof. Dr. Irene Gerlach, berichtete: „Die beiden mittelständischen Unternehmen, die unserem Aufruf gefolgt sind, die Unternehmensgruppe Pietsch aus Ahaus und die Helmut Beyers GmbH aus Mönchengladbach, haben sich als ideale Projektteilnehmende herausgestellt. Sie haben auf der einen Seite die schon angesprochenen personalpolitischen Herausforderungen der Zukunft erkannt und auf der anderen Seite den Willen und das Engagement an den Tag gelegt, über den Tellerrand zu blicken, die eigene Personalarbeit zu hinterfragen und neue Dinge anzustoßen.“

Zu den wichtigen Erkenntnissen des Projektes gehört, dass sich die Tandem-Methode als noch effektiver im Vergleich zum Zusammenschluss im Netzwerk erweist. Zudem zeigt das Projekt die sich verändernden Bedürfnisse der Fach- und Führungskräfte auf. „Als Zukunftsthemen, denen sich Unternehmen heute stellen müssen, sind die Bereiche Kommunikation, Wissenstransfer und die Erhöhung des Anteils weiblicher Führungskräfte zu nennen“, resümierte Gerlach.

Die teilnehmenden Akteurinnen und Akteure sprachen sich durchweg für einen Transfer der Ergebnisse auf weitere Unternehmen in NRW und eine Fortführung des innovativen Ansatzes aus.