Prof. Dr. Achille Mbembe erhält den Gerda Henkel Preis 2018

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Der Gerda Henkel Preis 2018 geht an den Historiker und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Achille Mbembe. Der aus Kamerun stammende Forscher lehrt am Wits Institute for Social and Economic Research der University of the Witwatersrand in Johannesburg, Südafrika. Er wird die mit 100.000 Euro dotierte Auszeichnung am 8. Oktober 2018 in Düsseldorf entgegennehmen.

"In diesem Jahr haben uns 134 Nominierungen aus 36 Ländern erreicht", so Dr. Michael Hanssler, Vorsitzender des Vorstands der Gerda Henkel Stiftung. "Dass die Wahl auf Achille Mbembe gefallen ist, zeigt, dass auf dem afrikanischen Kontinent exzellente wissenschaftliche Arbeit geleistet wird. Ich hoffe, dass Prof. Mbembes Auszeichnung vielen jungen Forscherinnen und Forschern - nicht nur in Afrika - Mut machen und eine Inspiration sein wird."

Achille Mbembe ist Research Professor für Geschichte und Politik am Wits Institute for Social and Economic Research (WISER) der University of the Witwatersrand in Johannesburg, Südafrika. Er wurde in Kamerun geboren und im Fach Geschichte an der Université de Paris 1-Panthéon Sorbonne promoviert. Er lehrte an der Columbia University, der University of Pennsylvania und der Duke University. Von 1996 bis 2000 war er Generalsekretär des Council for the Development of Social Science Research in Africa (CODESRIA). Zu seinen Auszeichnungen zählen der Ernst-Bloch-Preis (2018) und der Geschwister-Scholl-Preis (2015). Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt, darunter ins Arabische, Deutsche, Englische, Italienische, Niederländische, Polnische, Portugiesische, Rumänische und Spanische. Achille Mbembe ist Mitglied der American Academy of Science.

Gerda Henkel Preis

Seit 2006 wird der Gerda Henkel Preis in einem Turnus von zwei Jahren an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verliehen, die in den von der Gerda Henkel Stiftung geförderten Disziplinen und Förderbereichen herausragende Forschungsleistungen erzielt haben und weitere erwarten lassen. Der Gerda Henkel Preis ist mit 100.000 Euro dotiert. Frühere Preisträgerinnen und -träger sind der Kunsthistoriker Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Martin Warnke (2006), der Soziologe und Kulturhistoriker Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Richard Sennett (2008), die Islamwissenschaftlerin Prof. Dr. Dr. h.c. Gudrun Krämer (2010), der Historiker Prof. Dr. Jürgen Osterhammel (2012), der Altertumswissenschaftler Prof. Dr. Stephan Seidlmayer (2014) und die Historikerin Prof. Dr. Dr. h.c. Lyndal Roper (2016) (https://www.gerda-henkel-stiftung.de/preis).

Gerda Henkel Stiftung

Die Gerda Henkel Stiftung wurde im Juni 1976 von Frau Lisa Maskell zum Gedenken an ihre Mutter Gerda Henkel als rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Düsseldorf errichtet. Die Förderungen der Gerda Henkel Stiftung gelten den Historischen Geisteswissenschaften. In einigen Programmen wendet sich die Stiftung darüber hinaus gegenwarts- und zukunftsbezogenen Themen zu, vor allem im Rahmen der Sonderprogramme "Islam, moderner Nationalstaat und transnationale Bewegungen" sowie "Sicherheit, Gesellschaft und Staat". Im Rahmen des Lisa Maskell Stipendienprogramms fördert die Stiftung junge Geisteswissenschaftler in Afrika und Südostasien. In ihrem Förderschwerpunkt "Patrimonies" setzt sie sich für den Erhalt kulturellen Erbes vor allem in Krisenregionen ein. Im Zusammenhang mit geförderten Projekten unterstützt die Stiftung im Rahmen von ergänzenden Vorhaben auch soziale und humanitäre Maßnahmen. Die Gerda Henkel Stiftung kann ihre Zwecke im In- und Ausland verwirklichen.