Prof. Dr. Alexia Katsanidou tritt ihr Amt als Wissenschaftliche Leiterin bei GESIS an

Porträt Prof. Alexia Katsanidou

Prof. Dr. Alexia Katsanidou hat zum 1. Juni 2018 den Ruf auf die Leitung der GESIS-Abteilung "Datenarchiv für Sozialwissenschaften (DAS)" und eine Professur für Empirische Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln angenommen. Sie hat die Leitung der Abteilung DAS bereits seit April 2015 kommissarisch inne und ist als Politikwissenschaftlerin auch durch die eigene Forschung mit den Daten des Archives vertraut.

Schon in den letzten Jahren hat sie im Archiv wichtige Impulse gesetzt und so beispielsweise den Aufbau einer Infrastruktur für Experimentaldaten vorangebracht. Vor allem dank der Entwicklung der "Datenservices“ lassen sich GESIS-Archivdienstleistungen genau auf die Bedürfnisse von datengebenden Nutzenden zuschneiden. Als vergleichende Politikwissenschaftlerin forscht sie zu Fragestellungen, die sich grob dem Themenbereich "Krisen in demokratischen Systemen" zuordnen lassen und leitet mit SoliKris und DominoES zwei große Forschungsprojekte zu den Themen „politischen Krisen“ und „öffentliche Meinung zu Umweltthemen“.

Prof. Dr. Alexia Katsanidou freut sich darauf, die 2015 begonnene Aufgabe an der Spitze des Datenarchivs weiterzuführen: „Viele der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter meiner Abteilung sind seit Jahren eng mit mir verbunden. Das schafft eine große Vertrautheit in der Zusammenarbeit, die wir gemeinsam nutzen, um das Datenarchiv von GESIS stetig weiterzuentwickeln. Als Deutschlands zentraler Knotenpunkt für die Registrierung, Dokumentation und Archivierung von quantitativen Forschungsdaten haben wir es dabei mit vielfältigen und komplexen Herausforderungen zu tun, die unsere Arbeit spannend machen.“

Nach ihrem Studium der Internationalen Politik und Wirtschaft an der Universität von Mazedonien, Griechenland, machte Frau Prof. Dr. Katsanidou am „Government Department“ der Universität Essex, UK ihren M.A. in „Comparative Democratization“. Nach dem folgenden Ph.D. in Politics war sie als PostDoc am European University Institute (EUI) in Florenz, Italien, tätig. Im Anschluss arbeitete sie als Teamleiterin „Internationale Dateninfrastrukturen“ bei GESIS.

Sie ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Verbund Forschungsdaten Bildung (Network for Education Research Data), des tschechische und österreichischen Datenarchivs sowie der Standing Group on Political Methodology of the European Council of Political Research (ECPR). Im Leibniz-Verbund „Krisen einer globalisierten Welt“ koordiniert sie zudem die Gruppe „politische Krisen“.