Professorinnenprogramm: Universität Duisburg-Essen zum dritten Mal erfolgreich

Frau

Mehr Frauen in Wissenschaft und Forschung: Auch bei der dritten Auflage des bundesweiten Professorinnenprogramms hat die Universität Duisburg-Essen (UDE) mit ihrem Zukunftskonzept zur Gleichstellung überzeugt. Sie kann nun die Anschubfinanzierung für bis zu drei Erstberufungen von Frauen auf unbefristete W2- oder W3-Stellen beantragen. Über einen Zeitraum von fünf Jahren wären das bis zu 2,5 Mio. Euro an Drittmitteln. Schon beim Professorinnenprogramm I und II hatte die UDE gepunktet.

Das Professorinnenprogramm von Bund und Ländern soll die Chancengerechtigkeit an Hochschulen verbessern und dafür sorgen, dass Frauen in allen Qualifikationsstufen und insbesondere in Spitzenfunktionen stärker vertreten sind.

„Wenn man exzellente Wissenschaftlerinnen gewinnen möchte, spielen die Rahmenbedingungen eine zentrale Rolle“, sagt Prof. Dr. Dagmar Führer-Sakel, Prorektorin für Forschung, wissenschaftlichen Nachwuchs & Wissenstransfer. „Die strategischen Maßnahmen unserer Universität tragen dazu bei, Nachwuchsforscherinnen zu stärken und ein Umfeld zu bieten, in dem sich individuelle Lebensentwürfe und Karriere vereinbaren lassen.“ Solche Maßnahmen werden auch diesmal dank der Gelder umgesetzt, die durch die Anschubfinanzierung frei werden.

Seit der ersten Bewerbung im Professorinnenprogramm 2008 hat sich an der UDE viel getan. Das drückt sich auch in Zahlen aus: Hochschulleitung und Hochschulrat sind paritätisch besetzt. Der Senat sowie drei von sieben Kommissionen werden von Frauen geleitet. Der Anteil der Absolventinnen liegt bei 59 Prozent (zu Studienbeginn sind die Geschlechteranteile etwa gleich), während er bei den Promotionen auf 45 Prozent angewachsen ist. „Luft nach oben“ gibt es hingegen bei den Habilitationen (30 Prozent) und bei dem Professorinnenanteil. Dieser liegt derzeit bei 26 Prozent und damit immerhin doppelt so hoch wie 2006 (13 Prozent).

Für das Professorinnenprogramm III hatten sich insgesamt 71 Hochschulen beworben, 50 wurden positiv begutachtet.