Publikationen zu "Digitalisierung von Arbeit - Industrie 4.0"

Zwei Personen arbeiten an Laptops zusammen

Das Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung (FGW) stellt seine Aktivitäten und aktuelle Publikationen zum Themenbereich "Digitalisierung von Arbeit – Industrie 4.0" vor. Verschiedene Projekte haben sich unter anderem mit der Transformation der Erwerbsarbeit durch die Digitalisierung, zum Stellenwert dabei von Beschäftigten, den Potenzialen und Risiken des Coworkings in NRW und weiteren Themen rund um die digitalisierte Arbeitswelt beschäftigt.

Transformation von Erwerbsarbeit durch zunehmende Digitalisierung am Beispiel der Transportlogistik

Das Forschungsprojekt befasste sich mit den aus der Digitalisierung von Arbeitsprozessen folgenden Konsequenzen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Marco Hellmann, Jan Schlüter und Prof. Dr. Johannes Weyer fokussierten dabei die mobile Erwerbsarbeit in Speditions‐ und Logistikunternehmen.


Industrie 4.0 und die Arbeitsdispositionen der Beschäftigten - Zum Stellenwert der Arbeitenden im Prozess der Digitalisierung der industriellen Produktion

Dieses Forschungsprojekt nahm im Rahmen einer explorativ angelegten empirischen Untersuchung die aktive Rolle der Beschäftigten bei der Einführung von Industrie 4.0-Technologien in den Blick. Prof. Dr. Ingo Matuschek, Prof. Dr. Frank Kleemann und Prof. Dr. Thomas Haipeter gingen der leitenden Fragestellung nach, wie die Beschäftigten mit der neuen Technik und veränderten Arbeitsprozessen umgehen: Welche Wahrnehmungen und Deutungen sind tragend und welche allgemeinen Orientierungen ("Arbeitsdispositionen") liegen dem zugrunde?


Coworking in NRW - Potenziale und Risiken von Coworking-Modellen für abhängig Beschäftigte

Ein weiteres Projekt untersuchte Potenziale und Risiken des neuen Arbeitsmodells, des Coworkings, für die Zielgruppen der Berufspendlerinnen und -pendlern, der Personen mit familiärer Verantwortung und der diskontinuierlich Beschäftigten. Jana Echterhoff sowie Kolleginnen und Kollegen erarbeiten neben einer Bestandsaufnahme der Coworking Büros in NRW, auf der Grundlage von Expertenbefragungen, einer Online-Beschäftigtenbefragung sowie einer Befragung von Coworking-Einrichtungen in NRW die Arbeitsbedingungen des Coworkings.


Arbeitsgestaltung jenseits von Automations- und Werkzeugszenario - Betriebliche und überbetriebliche Bedingungen der Technisierung von Einfacharbeit in der Lagerwirtschaft

Die vom FGW geförderte Expertise, die durchgeführt wurde von Dr. Ulf Ortmann und Prof. Dr. Eva-Maria Walker, widmete sich der Frage der Entwicklung von Einfacharbeit in der Lagerlogistik im Kontext einer zunehmenden Digitalisierung der Prozesse. Auf der Grundlage von Experteninterviews und Betriebsfallstudien, die in Lagerlogistikbetrieben durchgeführt wurden, wird argumentiert, dass sich bei der Digitalisierung einfacher Arbeit (zumindest in den untersuchten Fallstudien) aktuell keine Umbrüche beobachten lassen.


Digitalisierung und ihr Einfluss auf Arbeit und Qualifizierung in kleinen metallbearbeitenden Unternehmen Nordrhein-Westfalens

Ein weiteres Forschungsprojekt untersuchte die mit Digitalisierung verbundenen Veränderungsprozesse und deren Einfluss auf Arbeit und Qualifizierung in kleinen metallbearbeitenden Unternehmen in NRW. Dr. Bernhard Nett, Jennifer Bönsch und Dr.-Ing. Paul Fuchs-Frohnhofen zeigen dabei auf, dass in den betreffenden kleinen und mittelständischen Unternehmen Ziel der Digitalisierung nicht Vollautomatisierung war, sondern eine Qualitätssteigerung.


Kompetenzentwicklungsbedarf für die digitalisierte Arbeitswelt

Die Ergebnisse einer ESF-geförderten und durch das FGW koordinierten Expertise zum gleichnamigen Thema, die durchgeführt wurde von Dr. Jörg Abel, thematisiert die Frage nach den Auswirkungen der Implementierung von Industrie 4.0-Technologien auf die Qualifikations- und Kompetenzanforderungen der industriellen Produktionsbeschäftigten.


Betriebsrat 4.0 – Digitalisierung aus Sicht der Betriebsräte und ihr Potential als Gestalter der digitalen Arbeitswelt in NRW

Die Ergebnisse der gleichnamigen FGW-geförderten Expertise, die durchgeführt wurde von Dr. Katharina Oerder, Clara Behrend und Julijana Stokic, beleuchten die Perspektive von Arbeitnehmervertretungen in NRW auf Digitalisierungsprozesse. Auf Basis einer quantitativen Befragung werden die Einschätzungen der Betriebsräte in NRW zu Themen wie Stand der Digitalisierung im eigenen Unternehmen, zukünftige Auswirkungen, durchgeführte Projekte zum Thema sowie Rolle der Betriebsräte im Digitalisierungsgeschehen dargestellt.


Industrie 4.0: Mitbestimmen – mitgestalten. Umsetzungsstand von Industrie 4.0 in nordrhein-westfälischen Industrieunternehmen

Mit diesem Projekt unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Dieter Kreimeier, Prof. Dr. Manfred Wannöffel und Dr. Stefan Welling, fand das erste Forschungsprojekt aus dem Kontext unseres Themenbereichs seinen Abschluss. Das Projekt bietet Einsichten in den Umsetzungsstand unterschiedlicher Industrie 4.0-Szenarien in den an der Untersuchung beteiligten Industrieunternehmen aus NRW.


Logistikarbeit in der digitalen Wertschöpfung – Perspektiven und Herausforderungen für Arbeit durch technologische Erneuerungen

Anlässlich der gleichnamigen Tagung des FGW im Oktober letzten Jahres wurde ein Tagungsband mit den Beiträgen der Vortragenden erstellt, der die Ergebnisse der Tagung in anschaulicher Weise dokumentiert. Die Beiträge zeichnen die technisch-organisatorischen Veränderungen im Logistikbereich genauer nach und diskutieren den Wandel von Arbeit sowie seine arbeits- und gesellschaftspolitischen Konsequenzen.