Was ist ein „guter“ Bürger? – InZentIM-Konferenz in Essen zu Migration und Demokratie

Foto Grußwort bei der InZentIM-Konferenz

Migration bedeutet und benötigt sozialen Wandel – auf dieser Grundlage begann die zweite Konferenz des Interdisziplinären Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (InZentIM). Ende August fanden sich bis zu 100 internationale Teilnehmer am Campus Essen der Universität Duisburg-Essen zusammen, um sich über die aktuellen Entwicklungen in der Wissenschaft zu Migration, sozialer Transformation und Bildung für demokratische Staatsbürgerschaft auszutauschen.

Für die drei Keynotes konnten zentrale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den USA, Israel, Kanada und Frankreich gewonnen werden:

  • Professor James A. Banks, amerikanischer Pädagoge, hat den Kerry und Linda Killinger Stiftungslehrstuhl für Diversity Studies inne und ist Gründungsdirektor des Zentrums für multikulturelle Bildung der Universität von Washington: Er sprach in seiner Keynote über gescheiterte Staatsbürgerschaft und transformative politische Bildung in Einwanderungsgesellschaften.
  • Professorin Dorit Alt ist Leiterin des „Education und Community Departments“ am Kinnert College in Israel: Sie befasste sich in ihrem Vortrag mit lebenslangem Lernen als Hebel für moralische und demokratische Werte.
  • Professor Joel Westheimer beschäftigt sich mit Demokratie und Bildung an der Universität von Ottawa, Ontario, Kanada. Er ist zudem Bildungskolumnist für CBC Radio Ottawa Morning und Ontario Today Shows. Bei der InZentIM-Konferenz sprach er über die Erziehung zum „guten Bürger“ und nützliche Ansätze für kulturell vielfältige Gesellschaften.
  • Professor Farhad Khosrokhavar, iranisch-französischer Soziologe, thematisierte die „vernachlässigte“ Analyse der städtischen, nationalen und anthropologischen Dimensionen des Jihadismus.

In den Paper Sessions stellten Forschende aktuelle Studien unter anderem zum „Lehrer-Ethos“, Toleranz unter Jugendlichen und Moralverständnis vor.

Informationen zum Programm, den einzelnen Vortragenden und den vorgestellten Studien finden Sie unter www.inzentim.de/sig13-2018/wp-content/uploads/sites/5/2017/11/Abstractbook_HP.pdf

connectNRW beteiligte sich vor Ort innerhalb der Poster-Ausstellung und verwies auf aktuelle Forschungsprojekte aus NRW zum Thema "Forschung zu Flucht und Integration".