tatraum projekte Düsseldorf kooperiert mit dem Wuppertal Institut

Professor Dr. Uwe Schneidewind

Das Tanz- und Theater-Ensemble tatraum projekte schmidt aus Düsseldorf befasst sich in ihrem neuen Performanceprojekt mit postindustriellen Lebensweisen der Stadtgesellschaft zu den Themen "Klima + Kultur + Wandel". Dabei will es z.B. performativ Denkbewegungen und poetische Abschweifungen zum Klimawandel anstoßen. Um den wissenschaftlichen Kontext stärker in ihre Performance mit einzubeziehen, unterstützt das Wuppertal Institut das Ensemble und die Installation aus wissenschaftlicher Sicht.

Der Klimawandel ist momentan das zentrale Thema in der medialen Berichterstattung, des öffentlichen Diskurses und bei weiten Teilen der Bevölkerung. Jenseits dieser wiederkehrenden tagespolitischen Aufgeregtheiten begibt sich tatraum projekte mit dem neuen Produktionszyklus "_ _ _ wandeln" in Zusammenarbeit mit dem Wuppertal Institut auf die Suche nach zukunftsrelevanten Handlungsmöglichkeiten und der Umsetzbarkeit des existentiellen Themas "von einem durch den Klimawandel bedingten und notwendigen Kulturwandel" für performative Formate.
"Wir freuen uns sehr über diese neue Kooperation von Wissenschaft und Kunst, die einen weiteren Diskurs über gesellschaftliche Zukunftsvorstellungen anstoßen soll", sagt Professor Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts.

Die Theater- und Tanz-Performance "ERSTENS.) oder dimensionen der gemengelage" ist die erste Inszenierung einer mehrteiligen Reihe. Den Themenschwerpunkt bilden die Wechselwirkungen eines durch den Klimawandel bedingten Kulturwandels und das Verhältnis des Menschen zur Natur.
Die Performance lotet die Parameter aus, die den Einzelnen oder eine Gesellschaft dazu veranlassen, Wissen in Handlung umzusetzen. Der Inszenierungsprozess soll sich unter anderem mit Arbeiten von John Cage zu dem berühmten Zen-Garten Ryoanji auseinandersetzen.

Teil der Inszenierung wird auch eine performative Installation zu "20 Jahre tatraum projekte" sein. Um den wissenschaftlichen Kontext stärker in die Performance mit einzubeziehen und neue Allianzen zu erkunden, hat tatraum projekte eine Zusammenarbeit mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH über die Entwicklung neuer Formate der wissenschaftlich-künstlerischen Sichtbarkeit vereinbart.

Vor dem Hintergrund des aktuellen Buchs "Die Große Transformation", in dem das Wuppertal Institut für die anstehenden Veränderungsprozesse eine radikal neue Perspektive fordert: Die Nachhaltigkeitswende muss zum kreativen und gestalterischen Projekt werden! ist diese Kooperation ein weiterer Schritt des Wuppertal Instituts auf der Suche nach einer neuen Form der "Zukunftskunst", die Lust auf Veränderung macht und auch die großen kritischen Fragen, wie die nach der Zukunft unserer Wirtschaftsordnung, nicht scheut.

Dies stellt neue Anforderungen an Politik, an Unternehmen, an Wissenschaft, an Umweltverbände, an Kirchen und an Gewerkschaften. Es braucht die Fähigkeit, kulturellen Wandel, kluge Politik, neues Wirtschaften und innovative Technologien miteinander zu verbinden. So werden Energie- und Mobilitätswende, die Ernährungswende oder der nachhaltige Wandel in unseren Städten möglich. Das Wuppertal Institut ermuntert damit Politik, Zivilgesellschaft, Unternehmen und jeden einzelnen von uns dazu Zukunftskünstlerin beziehungsweise Zukunftskünstler zu werden.

Weitere Informationen

https://wupperinst.org/a/wi/a/s/ad/4776/